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Sarsaparille – Pflanze, die wunderbare Eigenschaften hat

2022-09-19
Sarsaparille – Pflanze, die wunderbare Eigenschaften hat

In den letzten Jahren wurden natürliche Produkte immer beliebter. Menschen wollen sich besser ernähren, besser aussehen, sich besser fühlen und einen gesunden Lebensstil führen. Sie suchen nach gesunden Ersatzstoffen für synthetische Nahrungsergänzungsmittel. Eine dieser gesunden Zutaten mit sehr wertvollen Eigenschaften und breiter Verwendung ist Sarsaparille.

Sarsaparille – was ist das und woher kommt diese Pflanze?

Sarsaparille ist der allgemeine Name für Stechwinden (lateinisch: Smilax), eine Gattung tropischer Pflanzen, die in Mexiko, Mittel- und Südamerika sowie in der Karibik vorkommen. Das sind mehrjährige Kletterpflanzen - holzige Reben, die tief in den Baumkronen des Regenwaldes wachsen. Sie erreichen eine Länge von bis zu 50 Meter. Die mit Dornen bedeckten Stängel von Stechwinden heften sich an andere Pflanzen. Sarsaparille hat dunkelgrüne, herzförmige oder tropfenförmige Blätter. Diese Pflanze hat kleine, weiße Blüten, aus denen sich nach der Bestäubung dunkelrote oder blaue Früchte entwickeln. Der spanische Name „Zarzaparilla" entstand durch die Kombination zweier Wörter: „Zarza” und „Parra”, die jeweils bedeuten: "Brombeere" und "Rebe". Das Suffix "-illa" ist ein Diminutiv in dem ganzen Namen. In der Naturmedizin oder zu kulinarischen Zwecken wird meist die Sarsaparillawurzel verwendet, die sich durch ihr angenehmes Aroma und ihren würzig-süßen Geschmack auszeichnet.

Sarsaparille wurde schon vor Jahrhunderten von den indigenen Völkern Süd- und Mittelamerikas in der Naturheilkunde verwendet. Besonders beliebt war und ist diese Pflanze in Mexiko, wo man sie wegen ihrer wertvollen Eigenschaften schätzt. Am Ende des Mittelalters gelangte die Sarsaparille über Händler nach Europa und wurde in der Medizin als Mittel gegen Syphilis und Rheuma verwendet. Zwischen 1820 und 1920 war Sarsaparille in den USA sogar ein offizielles Mittel zur Behandlung von Syphilis. In der Vergangenheit war in den USA ein alkoholfreies Getränk namens "Sarsaparilla", das ähnlich wie Malzbier schmeckte, sehr beliebt. Aber eigentlich hatte es nichts mit Sarsaparille zu tun. Die Zutat des Getränks war eine Pflanze namens Sasafras, und nicht Sarsaparille. Das Getränk ist auch heute noch beliebt, allerdings nicht mehr in den USA, sondern in südostasiatischen Ländern. Diese Produkte enthalten weder Sarsaparille noch Sasafras, stattdessen natürliche oder künstliche Aromen, die den würzigen Geschmack von Pflanzen imitieren. Heutzutage findet man Sarsaparille häufig in Kapselform - als Nahrungsergänzungsmittel.

Sarsaparille – Eigenschaften und chemische Zusammensetzung

Da es viele Pflanzen gibt, die als "Sarsaparille" bezeichnet werden, ist es sehr schwierig, genau zu bestimmen, welche chemischen Verbindungen in ihnen enthalten sind. In der Studie werden die Rhizome und Wurzeln der Sarsaparille untersucht. Unter Mineralien, die Sarsaparille enthält, sind vor allem Zink, Aluminium, Chrom, Eisen, Magnesium, Selen, Kalzium und viele andere. Das ist auch eine Quelle der Vitamine A, B, C und D. Die Pflanzen der Art Smilax enthalten eine Reihe von steroidalen Saponinen, die für den leicht bitteren Geschmack der Sarsaparille verantwortlich sind und bei der Reaktion mit Wasser schäumen. Die in der Pflanze enthaltenen Saponine tragen dazu bei, Pilze und Insekten vom Verzehr der Blätter abzuhalten - das ist einer der Gründe, warum Sarsaparille antimykotische Eigenschaften hat. Saponine erleichtern auch die Aufnahme von Arzneimitteln und sekundären Pflanzenstoffen durch den Körper. Sarsaparille enthält phenolische Verbindungen, die entzündungshemmend und antioxidativ wirken, sowie Flavonoide, die in der Pflanze als Pigmentbildung für die Farbe der Blätter verantwortlich sind. Sie werden zur Behandlung von Entzündungen und Autoimmunkrankheiten verwendet. Sie modulieren die Immunität und schützen die Leber. Die Sarsaparille enthält außerdem Kämpferol, Quercetin, Stärke, Harz, Cetylalkohol, ätherische Öle und zahlreiche Säuren.

Sarsaparille – Wirkung und Anwendung

Sarsaparille wird seit Hunderten von Jahren für medizinische Eigenschaften geschätzt. Die Pflanze wird traditionell als Mittel gegen Impotenz, Geschlechtskrankheiten und Rheuma und auch zur Stärkung des Körpers und zur Steigerung der Vitalität verwendet. Die Ureinwohner von Peru und Honduras nutzten diese Eigenschaften zur Behandlung von Erkältungen und Gelenkschmerzen, während die Schamanen des Amazonasgebiets daraus Abkochungen zur Heilung von Hautkrankheiten zubereiteten. Sarsaparille wurde auch als Mittel zur Reinigung des Körpers von Giftstoffen geschätzt - harntreibende und schweißtreibende Eigenschaften wurden genutzt. Die Pflanze wurde zur Reinigung des Blutes verwendet. 1942 wurde eine Studie durchgeführt, die die Wirksamkeit von Sarsaparille bei der Behandlung von Hautkrankheiten wie Psoriasis, Lepra, Ekzemen und Akne bestätigte. Die Ergebnisse der Studie wurden in der Fachzeitschrift New England Journal of Medicine veröffentlicht. 92 Patienten nahmen an der Studie teil. Bei 62 Prozent von ihnen verbesserten sich die Psoriasis-Läsionen, und bei 18 Prozent der Patienten verschwanden die Läsionen vollständig. Man stellte fest, dass die reinigenden Eigenschaften von Sarsaparille in diesem Fall eine wichtige Rolle spielten. Bei Menschen mit Schuppenflechte sammeln sich hohe Mengen an Endotoxinen im Blut, und Sarsaponin - eines der in Sarsaparille enthaltenen Steroide - bindet und entfernt die Endotoxine, wodurch sich der Hautzustand des Patienten verbessert. Die Wirkung von Sarsaparille bei der Behandlung von Lepra und anderen Hautkrankheiten wurde 1959 durch eine weitere Studie bestätigt. Die Verwendung von Sarsaparille bei der Behandlung von Syphilis wurde durch klinische Beobachtungen in China bewiesen, wo diese Pflanze in 90 Prozent der akuten Fälle und 50 Prozent der chronischen Fälle wirksam war. Saponine und pflanzliche Steroide, die in Sarsaparille enthalten sind, können zu Steroiden wie Östrogen und Testosteron synthetisiert werden. Diese Tatsache wurde von den Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln zu Marketingzwecken ausgenutzt, indem sie falsche Behauptungen aufstellten, dass Sarsaparille die Muskelmasse bei sportlicher Betätigung erhöhen und gleichzeitig das Körperfett reduzieren würde, was sich positiv auf den Körperbau auswirken würde. Die Wissenschaft widerlegt diese Behauptungen. Die Synthese von Steroiden wurde nie im menschlichen Körper dokumentiert, sondern nur im Labor. Es wurde nicht bestätigt, dass Sarsaparille anabole Wirkungen hat.

Sarsaparille - Gegenanzeigen und Nebenwirkungen

Sarsaparille hat keine Nebenwirkungen. Das ist ein Produkt, das direkt aus der Natur stammt, also ist es gesund für den Organismus. Man muss jedoch beachten, dass die Verwendung einer zu großen Menge zu Magenreizungen führen kann. Wie bereits erwähnt, erhöht Sarsaparille die Fähigkeit des Körpers, Arzneimittel aufzunehmen, so dass es wichtig ist, die Einnahme mit einem Arzt oder Apotheker zu besprechen. Die Anwendung von Frauen, die schwanger sind oder stillen, ist verboten. Es gibt noch keine Studien, die bestätigen, dass Sarsaparille in solchen Fällen sicher ist, daher sollte man vorsichtig sein.

In welchen Produkten kann man Sarsaparille finden?

Obwohl die Eigenschaften von Sarsaparille schon seit langem in der Naturmedizin genutzt werden, gewinnt diese Pflanze jetzt an Popularität. In den Vereinigten Staaten war "Sarsaparilla" beliebt als alkoholfreies Getränk mit einem angenehmen, würzigen Geschmack und Aroma. Sarsaparille ist in zunehmendem Maße in Naturkostläden in Form von Nahrungsergänzungsmitteln - Kapseln und Tabletten - erhältlich. In unserem Online-Shop kann man Sarsaparille in getrockneter Form kaufen. Es gibt auch eine fertige Mate Tee-Mischung mit Sarsaparille - Verde Mate Sarsaparilla -, in der grüner Mate Tee, Kräuterzusätze in Form von Zitronengras, Minze und Ringelblumenblütenblättern sowie der Zusatz von getrocknetem Apfel eine angenehme Komposition mit süßen und würzigen Noten bilden. Es lohnt sich, Sarsaparilla-Getränk in einem Gefäß aus Palo-Santo-Holz zu brauen, was den Geschmack noch interessanter macht.

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